bs.cavok - Das Media-Management-System von Baum-Systems

Die baum-systems GmbH ist einer der größten PrePress- und HELIOS-Systemintegratoren in Deutschland. Daneben ergänzen immer mehr eigene Softwareprodukte die Angebots-palette des Wiesbadener Beratungs-, Integrations- und Systemanbieters. Mit bs.cavok hat man nun ein eigenes Media-Asset-Management-System entwickelt. Der Publishing Report beleuchtet die Herangehensweise der Lösung an das Thema Medienverwaltung.

bs.cavok
Das Media-Asset-Management System bs.cavok
bs.cavok
Bilddatenbanken nennt man heute ganz zeitgemäß Media-Asset-Management-Systeme. Sie eroberten als erste Datenbank-Systeme die Medienvorstufe, und so überrascht es nicht, dass es eine Vielzahl erprobter und leistungsfähiger Lösungen am Markt gibt. Adobe beispielsweise bietet eine kostenlose Bilddatenbank an, die mit den Produkten der Creative Suite ausgeliefert wird: die AdobeBridge. Sie bietet für Einsteiger einen beachtlichen Funktionsumfang und erfreut sich eines stetig wachsenden Zuspruchs. Deshalb ist es auf den ersten Blick ziemlich erstaunlich, dass ein Markt-Insider wie die baum-systems GmbH den Schritt wagt, ein eigenes Media-Asset-Management-System vorzustellen.

bs.cavok – MAM-System der neuen Generation

Der klassische Ansatz eines MAM-Systems ist die Verwaltung von Bildern und anderen Mediendateien in einer Datenbank. Hierzu werden die Medien-Assets eingepflegt und dabei meistens gleich klassifiziert. Die Datenbank stellt für ihren Medienbestand in aller Regel flexible und leistungsfähige Suchmethoden zur Verfügung. Wurde ein Asset gefunden, kann dieses aus dem MAM-System auf ein „offenes“ File-System übernommen werden. Leistungsfähige MAM-Systeme übernehmen häufig auch die Verteilung der Medien-Assets auf verschiedene Standorte und Medien-Server.
bs.cavok folgt hierbei dem Prinzip der AdobeBridge: Der Anwender kann ungestört auf seinem File-System arbeiten, die Echtzeitsynchronisation mit einer relationalen Datenbank findet derweil unaufdringlich im Hintergrund statt. bs.cavok bietet somit zwei unterschiedliche Arbeitsumgebungen für eine Medienproduktion an: die Perspektive des File-Servers und den Zugriff auf eine Bilddatenbank. Durch die Echtzeitsynchronisierung entfällt dabei das traditionell manuell durchgeführte „Einchecken“ der Assets.

Wie funktioniert die Echtzeitsynchronisierung?

bs.cavok ermittelt Änderungen in überwachten Datenbereichen über spezielle Schnittstellen und synchronisiert diese Modifikationen schließlich mit der Datenbank – praktisch in Echtzeit. Wenn also beispielsweise ein Ordner mit Bilddateien in einen anderen Ordner auf dem File-Server kopiert wird, werden diese Bilder automatisch vom Serverprozess in die Datenbank importiert. Durch die Analyse-Priorisierung von bs.cavok werden hierbei File-System-Informationen, Metadaten und Miniaturen parallel aufgenommen, so dass eine Visualisierung der Daten über den webbasierten Client sofort erfolgen kann. Darüber hinaus können automatisch Kategorisierungen für die Assets der Bilddatenbank angelegt werden – Strukturen, die nachträglich noch ergänzt werden können.
Ein weiterer interessanter Aspekt der Echtzeitsynchronisierung: Sie prüft auch QuarkXPress- und InDesign-Dokumente, übernimmt die platzierten Bilder automatisch in die Bilddatenbank und verlinkt sie mit dem DTP-Dokument.

Das Rechtesystem

bs.cavok verfügt über ein sehr einfach zu bedienendes, umfangreiches Rechtesystem zur Verwaltung von Zugriff-, Such- und Konvertierungsmethoden. Beispielsweise kann über den integrierten Dateisystem-Browser bestimmt werden, welcher Benutzer oder welche Benutzergruppe Zugriff auf überwachte Datenbereiche, Ordner oder Dateitypen haben soll. Mit ein paar Handgriffen lassen sich Zugriffsmechanismen einstellen, die über die normale Rechtesystematik eines File-Systems hinausgehen. Mit konfigurierbaren Filtern ist zudem eine Beschränkung auf Dateien oder Verzeichnisse ab einem bestimmten Produktionsstatus möglich.

Das Arbeiten mit dem Web-Browser

Neben der Produktionsumgebung File-Server bietet bs.cavok eine Weboberfläche an. Diese gestattet umfangreiche Recherchen, die Eingabe von eigenen Metadaten und das Anlegen von Objektsammlungen, wie man sie von klassischen MAM-Systemen kennt.
Mediendateien werden hierbei je nach Typ unterschiedlich dargestellt: Eine Videodatei wird in Keyframes aufgeteilt, eine PDF-Datei in Seiten. Der Benutzer kann Texte aus bestehenden Dateien seitenweise auslesen und natürlich auch in Texten suchen. Benötigte Mediendateien lassen sich in Objektsammlungen speichern und an Dritte übergeben – oder direkt herunterladen.

Die OpenSource ScriptingEngine

In bs.cavok ist eine ScriptingEngine integriert. Somit kann der Systemintegrator eigene Regeln und Methoden beispielsweise für die Datenanalyse und Datenkonvertierung implementierten. Systemadministratoren können bs.cavok direkt im laufenden Betrieb an die sich häufig wechselnden Datenformate anpassen. In der ScriptingEngine werden abhängig vom Dateityp Perl- oder Shell-Scripte zur Medienanalyse verwendet und die hieraus gewonnenen Informationen in die Datenbank geschrieben. Die Standard-Scripte von bs.cavok beinhalten unter anderem die Ansteuerung von Programmen des Helios Publishing-Servers, von Callas PDF-Produkten, Apple QuickTime oder OpenSource-Software wie ImageMagick, GhostScript oder PDF-2Text.

Features

  • Web-Client
  • On-the-fly-File-Server-Synchronisierung, Konvertierung
  • Unterstützung der gängigen Medienformate
  • Archivierung
  • Integrierte Qualitätssicherung
  • Rechtesystem
  • Protokollierung
  • OpenSource ScriptingEngine

Fazit

bs.cavok wurde mit Fokus auf die Bedürfnisse heutiger Printmedienproduktion ausgerichtet. So ist die Integration an Web2Print- und PIM-Systeme unterschiedlicher Hersteller schnell und einfach möglich. bs.cavok bietet zudem durch die Ansteuerung der HELIOS bzw. Mac OS ImageEngines eine sehr große Flexibilität im Kontext der medienneutralen Datenhaltung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass baum-systems bereits jetzt namhafte Mediendienstleister (Appel-Grafik, Premedia) und Handelshäuser (Schäfer Shop) als Kunden gewinnen konnte.
Stephan Baum

Autor

Stephan Baum

Baum-Systems Deutschland GmbH

http://baum-systems.de